đą Berliner Senat verschĂ€rft Regulierungen im Mieterschutz
- info7550358
- vor 5 Tagen
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Der Berliner Senat hat am 6. Januar 2026 ein neues Wohnraumsicherungsgesetz beschlossen, mit dem der Mieterschutz ausgeweitet und bestehende Regelungen â unter anderem zum Zweckentfremdungsverbot â verschĂ€rft werden sollen. Das Gesetz fasst mehrere bestehende Regelwerke zusammen und sieht unter anderem neue Genehmigungspflichten fĂŒr sogenanntes âWohnen auf Zeitâ vor, insbesondere in sozialen Erhaltungsgebieten.

Nach Darstellung des Senats sollen mit dem Gesetz UmgehungstatbestĂ€nde geschlossen und der dauerhafte Mietwohnungsbestand besser geschĂŒtzt werden. KĂŒnftig sollen auch befristete und möblierte Vermietungsformen stĂ€rker reguliert und in bestimmten FĂ€llen genehmigungspflichtig werden.
Klare Position der ApartmentAllianz Berlin: Kein Bestandsschutz, falscher Ansatz
Die ApartmentAllianz Berlin begrĂŒĂt dieses Gesetz nicht.
Aus unserer Sicht greift das Wohnraumsicherungsgesetz undifferenziert in bestehende, legale GeschĂ€ftsmodelle ein und schafft neue Rechtsunsicherheiten fĂŒr Anbieter von möblierten Apartments und Ferienwohnungen, die seit Jahren regelkonform wirtschaften. Besonders kritisch sehen wir, dass kein ausreichender Bestandsschutz fĂŒr bestehende Nutzungen vorgesehen ist.
Möbliertes Wohnen ist nicht das Problem
Möblierte Apartments und Ferienwohnungen erfĂŒllen in einer Metropole wie Berlin eine wichtige Funktion:Sie bieten Wohnraum auf Zeit fĂŒr FachkrĂ€fte, Projektarbeitende, Studierende, PflegekrĂ€fte, Familien in Ăbergangssituationen oder GeschĂ€ftsreisende. Diese Wohnform ist kein Ersatz fĂŒr den klassischen Mietwohnungsbauâ und auch nicht dessen Ursache fĂŒr Wohnraummangel.
Die pauschale Gleichsetzung von möblierter Vermietung mit Wohnraumvernichtung lenkt aus Sicht der ApartmentAllianz Berlin von den eigentlichen Problemen ab: zu wenig Neubau, langwierige Genehmigungsverfahren und politisch nicht eingelöste Bauversprechen.
Unsere Forderung: Bestandsschutz und faktenbasierte Regulierung
Die ApartmentAllianz Berlin fordert daher ausdrĂŒcklich:
Bestandsschutz fĂŒr bestehende, rechtmĂ€Ăig betriebene Ferienwohnungen und möblierte Apartments
eine klare Differenzierung zwischen illegaler Zweckentfremdung und legaler gewerblicher Vermietung
datenbasierte Entscheidungen statt pauschaler VerschÀrfungen
Rechtssicherheit fĂŒr Anbieter, die seit Jahren regelkonform handeln
Derzeit richten wir uns als Verband strategisch neu aus, um diese Positionen kĂŒnftig noch deutlicher, strukturierter und wirksamer in die politische Debatte einzubringen â auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene.





