Berliner Wahl 2026: Was die Parteien zur Ferienwohnungspolitik sagen
- vor 3 Tagen
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Die Berliner Abgeordnetenhauswahl rückt näher – und damit auch die Frage, welche politischen Rahmenbedingungen künftig für Ferienwohnungen, Serviced Apartments und möbliertes Wohnen gelten. Die ApartmentAllianz Berlin hat die Positionen der großen Parteien analysiert.

Die Wohnungspolitik wird eines der zentralen Themen der Berliner Wahl 2026 sein. Dabei geraten auch Ferienwohnungen und möblierte Apartments immer wieder in den Fokus der politischen Debatte. Während einige Parteien weitere Regulierungen fordern, setzen andere stärker auf Neubau oder marktwirtschaftliche Lösungen. Eine Partei, die sich ausdrücklich für Ferienwohnungen ausspricht, findet sich jedoch in keinem der Wahlprogramme.
Ferienwohnungen bleiben ein politisches Streitthema
Die Analyse der Wahlprogramme zeigt, dass Ferienwohnungen überwiegend unter dem Gesichtspunkt des Wohnraumschutzes betrachtet werden. Begriffe wie Zweckentfremdung, Milieuschutz, Mieterschutz oder Wohnen auf Zeit spielen eine deutlich größere Rolle als die Bedeutung von Ferienwohnungen für Tourismus, Wirtschaft und Beschäftigung.
Dabei unterscheiden sich die Parteien vor allem im Umfang der geplanten Regulierungen:
SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke setzen auf eine stärkere Regulierung des Wohnungsmarktes und befürworten zusätzliche Instrumente zum Schutz des Wohnraums.
Die CDU legt ihren Schwerpunkt auf mehr Wohnungsbau und schnellere Genehmigungsverfahren, trägt als Teil der aktuellen Landesregierung jedoch auch bestehende Regulierungen mit.
FDP und AfD sprechen sich grundsätzlich für weniger Bürokratie und stärkere Eigentumsrechte aus, formulieren jedoch bislang keine konkreten Konzepte zur Ferienwohnungspolitik in Berlin.
Was im Wahlkampf fehlt
Aus Sicht der ApartmentAllianz Berlin fällt auf, dass die Rolle von Ferienwohnungen häufig undifferenziert dargestellt wird. Die tatsächliche Bedeutung des Segments für den Berliner Wohnungsmarkt findet in den Wahlprogrammen kaum Beachtung.
Dabei zeigen aktuelle Daten der ApartmentAllianz Berlin, dass es in Berlin rund 6.000 legale Ferienwohnungen gibt – deutlich weniger als die häufig genannten Zahlen. Gleichzeitig leisten Ferienwohnungen einen wichtigen Beitrag für den Tourismusstandort Berlin und bieten flexible Übernachtungsmöglichkeiten für Familien, Geschäftsreisende und Langzeitgäste.
Unsere Position
Der Wahlcheck macht deutlich: Ferienwohnungen haben derzeit keine politische Lobby.
Umso wichtiger ist die Arbeit der ApartmentAllianz Berlin. Wir verstehen uns als parteipolitisch unabhängige Interessenvertretung und suchen den Dialog mit allen demokratischen Parteien. Unser Ziel ist es, politische Entscheidungen auf eine belastbare Datengrundlage zu stellen und die unterschiedlichen Wohnformen differenziert zu betrachten.
Ferienwohnungen, Serviced Apartments und möblierte Wohnungen erfüllen unterschiedliche Funktionen und sollten nicht pauschal für die Herausforderungen des Berliner Wohnungsmarktes verantwortlich gemacht werden.
Auch nach der Wahl werden wir uns dafür einsetzen, dass die Interessen unserer Mitglieder in Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit Gehör finden – mit Fakten, fachlicher Expertise und konstruktiven Lösungsvorschlägen.



