Stellungnahme zum Affordable Housing Act der EU
- vor 3 Tagen
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Die Wohnungsknappheit ist eine der größten Herausforderungen in europäischen Städten. Der geplante „Affordable Housing Act“ setzt hier ein wichtiges politisches Signal. Entscheidend ist jedoch, die richtigen Prioritäten zu setzen.

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Das Kernproblem: zu wenig Wohnraum
Die Hauptursache der Krise ist ein strukturelles Defizit: Es wird zu wenig gebaut. Hohe Baukosten, langwierige Genehmigungsverfahren und fehlende Investitionsanreize bremsen den Wohnungsneubau – und treiben die Preise.
Kurzzeitvermietung differenziert betrachten
Die häufige Fokussierung auf Kurzzeitvermietung greift zu kurz. Ihr Einfluss auf den Wohnungsmarkt ist regional unterschiedlich und insgesamt begrenzt. Gleichzeitig hat sie wirtschaftliche Bedeutung und erfüllt wichtige Funktionen im Tourismus.
Pauschale Eingriffe sind daher weder zielführend noch verhältnismäßig.
Was jetzt zählt
Wir brauchen vor allem:
schnellere Genehmigungen
bessere Investitionsbedingungen
mehr Neubau und sozialen Wohnungsbau
Aktivierung von Leerstand
Fazit
Mehr bezahlbarer Wohnraum entsteht nicht durch einseitige Regulierung, sondern durch einen ausgewogenen, datenbasierten Ansatz. Nur wenn die strukturellen Ursachen angegangen werden, lassen sich nachhaltige Lösungen erreichen.


