Ryanair kürzt Sommerflugplan am BER – Folgen für Berlin und Brandenburg
- info7550358
- vor 33 Minuten
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Der irische Billigflieger Ryanair hat angekündigt, seine Flugverbindungen am Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ (BER) weiter zu reduzieren. Grund dafür sind laut Airline die hohen Kosten für den Flugbetrieb am BER, die den Standort im Vergleich mit anderen deutschen Flughäfen weniger attraktiv machen. Dadurch werden für den kommenden Sommerflugplan weniger Verbindungen ab Berlin vorgesehen sein und betroffene Passagiere müssen ihre Reisepläne teilweise anpassen.

Foto: Pexels (Wayne Jackson)
Ryanair hat ausdrücklich erklärt, dass die Kosten für den Flugbetrieb, darunter unter anderem die Gebühren für die Nutzung der Flughafeninfrastruktur, für die Entscheidung ausschlaggebend waren. Dadurch sei BER für den Low-Cost-Carrier „unattraktiv“. Die Airline plant daher, ihr Flugangebot in Berlin zu kürzen, was sich auch auf das Angebot für Reisende aus Berlin und Brandenburg auswirken dürfte.
Beobachter:innen sehen darin mehrere Folgen:
Weniger saisonale Direktverbindungen ab BER könnten die Erreichbarkeit einiger Reiseziele für Ferienwohnungs-Gäste erschweren – zumindest im klassischen Low-Cost-Segment.
Gleichzeitig stehen andere Airlines und Flughäfen im Wettbewerb, ihre Kapazitäten zu erhöhen.
Und auch die Attraktivität des Berliner Flughafens als Verkehrsdrehkreuz steht zur Diskussion, wenn Airlines Kosten- und Landezeitbedingungen als Hinderungsgrund nennen.
Im vergangenen Jahr hatte BER übrigens trotz Herausforderungen weiterhin ein hohes Passagieraufkommen zu verzeichnen und sein Netzwerk ausgebaut, auch mit zusätzlichen Routen zu beliebten Zielen für Urlaubs- und Geschäftsreisende.
Auch abseits der Ryanair-Entscheidung investiert der Flughafen in den Service: Insbesondere für Fluggäste der Airline wurden zusätzliche Self-Service-Kioske für ein schnelleres Gepäck-Handling eingeführt.





